Denkmalpflege

Bestandsaufnahme / Schadenskartierung / Restaurierungskonzept

Im Zuge der Denkmalpflege erstellen wir Schadenskartierungen und Restaurierungskonzepte, die als Dokumentation für die Denkmalpflege und als Grundlage für die Kostenschätzung nach DIN 276 dienen.

Hier werden in die Bestandspläne vorhandene Schäden eingetragen und ein Restaurierungskonzept entwickelt.

Durch eine Fotodokumentation der einzelnen Schäden wird das Restaurierungskonzept komplettiert.

FACHWERK

Baudenkmal Heldmanskamp, Lemgo

 

 

Das 1801 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus war in einem desaströsen Zustand. Der jahrelange Leerstand hatte seine Spuren hinterlassen, unter anderen einen Holzschwamm.

In Zusammenarbeit der Firmen Kramp & Kramp  und dem Architektur- und Sachverständigenbüro Kramp (Planung und Kfw- Anträge) wurde dieses Schätzchen, welches Guido Kramp erworben hatte, zu einem Doppelhaus umgebaut und zu neuem Leben erweckt.

 

BAUZEITRAUM: 2013-2014
FÖRDERUNGEN: KfW-Denkmalförderung

Fachwerkkapelle in Horn-Bad Meinberg/Belle

 

 

Die FAchwerkkapelle in Belle wurde im Jahre 1741 errichtet. Die Fachwerkkonstruktion besteht aus Eichenholz, die Ausfachungen sind aus Ziegelsteinen im Zierverband gemauert.

2002 hat unser Büro eine Schadenskartierung, Fotodokumentation und ein Restaurierungskonzept zur Darstellung der Schäden an der Fachwerkkapelle durchgeführt. 2009 hat die Kirchengemeinde an einem Modellvorhaben für Kirchenumnutzungen des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW teilgenommen. Im Jahr 2010 kam es zur Ausführungsplanung zur multifunktionalen Nutzung der Fachwerkkapelle Belle und den dauerhaften Erhalt der besonderen Kirche in Horn-Bad Meinberg. Dafür werden Sanierungsarbeiten im Innen- und Außenbereich der Kirche notwendig, wie: Fachwerksanierung, Sanierung der Haustechnik: Heizung- und Sanitärarbeiten, Beleuchtung und Akustik, Einbauten von Küche, WC und Stuhllager, Dachdecker-, Maler-, Zimmer- und Tischlerarbeiten.

Ein Teil der Arbeiten wurde in Eigenleistung durch Mitglieder (Handwerker) der Kirchengemeinde ausgeführt.

 

SANIERUNGSZEITRAUM: 2011-2012
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW, Lippische Landeskirche
KOSTEN: ca. 285.000 EUR

Corves Mühle von 1529

Genutzt als Bücherei von der Gemeinde Kalletal

 

Die Corves Mühle ist in den Jahren 1989/1990 abgebrannt und damals wieder aufgebaut worden. Bei der damaligen Sanierung wurden Gitterziegel und elastische Füllstoffe verwendet.

Der Zustand des damals sanierten Fachwerkhauses wurde im Bestand aufgenommen, eine Schadenskartierung und ein Restaurierungskonzept erstellt. In den Jahren 2005-2006 wurde, in 2 Bauabschnitten, die komplette Fachwerkfassade inkl. Ausfachungen saniert und die Ausfachungen komplett durch weichgebrannte Ziegel ausgetauscht. Die Fachwerkkonstruktion wurde zimmermannsmäßig überarbeitet und vorhandene Stahlwinkel und elastische Füllstoffe entfernt.

Das unter Schutz stehende Baudenkmal wurde nach den heutigen Richtlinien und Erfahrungen fachgerecht instandgesetzt.

 

SANIERUNGSZEITRAUM: 2005-2006
FÖRDERUNGEN: Förderung durch das Land NRW
BAUHERR: Gemeinde Kalletal

Remensnider Haus von 1521 in Herford

Eines der bedeutendsten Baudenkmäler Ostwestfalens.

Das Remensniderhaus ist das älteste spätgotische Fachwerkhaus von Westfalen, ein dreigeschossiges Giebelhaus mit Tor. Zunächst erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme mit Schadenskartierung.

Auf Grundlage eines Restaurierungskonzeptes erfolgte die denkmalgerechte Komplettsanierung des historischen Gebäudes. Die wärmetechnische Sanierung erfolgte unter Erhaltung der historischen Bausubstanz. Der Einbau einer Lehm-Innendämmung, Kastenfenster, Vorsatzscheibe, Wandtemperierung und Fundamenttemperierung, Fußbodenheizung und die Erneuerung der Haustechnik gehörten zum Sanierungsumfang.

Bei diesem baukulturellen Erbe wurde ebenfalls besonderer Wert auf eine behutsame architektonische und handwerkliche Vorgehensweise gelegt, die einen sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz garantiert.

SANIERUNGSZEITRAUM: 1999-2000
KOSTEN: ca. 480.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
AUSZEICHNUNGEN: 2002 Pöppelmannmedaille
2001 Bundespreis BHU - Energiesparen im Baudenkmal
Kreisheimatbund

Vierständer - Fachwerkhaus von 1750

Vierständer - Fachwerkhaus von 1750 mit Mitteldiele in Lemgo / Baudenkmal

 

Der Zustand des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wurde zunächst in Form einer umfassenden Bestandsaufnahme mit Schadenskartierung dokumentiert. Auf Grundlage eines Restaurierungskonzeptes erfolgte die denkmalgerechte Komplettsanierung des historischen Gebäudes. Eine wärmetechnische Sanierung erfolgte unter Erhaltung der historischen Substanz von Fenstern und Türen. Innendämmung, Kastenfenster, Vorsatzscheiben, Wandtemperierung und Fundamentheizung, Fußbodenheizung etc.

Das nach langjährigem Leerstand wieder genutzte Gebäude ist ein vorbildliches Beispiel für einen sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz in Verbindung mit technischer Umsetzung von Energiesparmaßnahmen. Der besondere Charme des Gebäudes ergibt sich aus dem gestalterischen Zusammenspiel von alter Bausubstanz, gepaart mit moderner Technik und Materialien aufgrund der heutigen Bedürfnisse.

SANIERUNGSZEITRAUM: 1998-2000
KOSTEN: ca. 250.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung – Land NRW
AUSZEICHNUNGEN: 2000 Bundespreis - Stiftung Deutsche Denkmalpflege
2001 Bundespreis - Denkmalschutz und Erhalt historischer Bausubstanz

Leinweber - Fachwerkhaus von 1727 in Bielefeld

Das alte Fachwerkhaus, das sich in 5. Generation in einer Leineweberfamilie befindet, wurde denkmalpflegerisch untersucht und schadenskartiert. Durch das aufgestellte Restaurierungskonzept und verschiedene Vorplanungen konnte eine optimale Sanierung erreicht werden.

Wärmetechnische Sanierung, wie eine Innendämmung der Außenwände aus Lehm, Kasten- bzw. Vorsatzscheiben vor den historischen Fenstern, der Einbau einer neuen Fußbodensohle mit Wärmedämmung und Fußbodenheizung. Der komplette Ausbau des Dachgeschosses, für eine Büronutzung, waren die optimalen Parameter für eine nachhaltige Realisierung.

Ergänzt wurde das Baudenkmal durch einen Wintergarten und einen gläsernen Eingangsbereich als Stahl- Glaskonstruktion, die durch ihre Leichtigkeit als neue Elemente den gewollten Gegensatz zu der historischen Bausubstanz zeigen.

Das ehemalige Leinenweberhaus dient heute als Bauerncafé und zeigt mit viel Liebe zum Detail originale Einrichtungsgegenstände und Ausstattungen wie die alte Kochstelle, den Brunnen und die alte Webstube.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2007-2008
KOSTEN: ca. 590.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung – Land NRW

Baudenkmal - Echternstraße in Lemgo

Das Baudenkmal aus dem Jahr 1664 ist ein giebelständiges Fachwerkhaus mit Ausflucht. Im Erdgeschoss befand sich ein Zoogeschäft, die obere Etage wurde zu Wohnzwecken genutzt. Das Fachwerkhaus wurde komplett bau- und energietechnisch saniert.

Historische Fenster wurden saniert, schon ergänzte Fenster aus früherer Zeit durch filigrane Holzfenster getauscht.

Ebenfalls wurden die Innenwände mit Lehmputz verkleidet. Das Erd- und Obergeschoss wurden zu Wohnzwecken umgebaut.

Haustechnisch wurde das Gebäude an die Fernwärmeleitung der Stadtwerke Lemgo angeschlossen.

 

BAUZEITRAUM: 2015
FÖRDERUNGEN: KfW Energieeffizientes Sanieren „Denkmal“

MASSIV / BRUCHSTEIN

Altes Land- und Amtsgericht von 1867-69 in Bielefeld

 

 

Das Landgerichtsgebäude wurde in den Jahren 1867 errichtet und in den Jahren 1914-1917 erweitert. Es ist ein stattlicher Gebäudekomplex mit hohem Volutengiebel und seitlich angeordneten Treppentürmen, mit Risalitzwerchgiebeln gegliedert. Die Wandflächen sind verputzt. Die Architekturelemente sind in Werkstein Muschelkalk erstellt und zum Teil mit Plastiken geschmückt.

Das Gebäude wird heute als Land- und Amtsgericht genutzt. Hier erfolgt eine komplette Fassaden- und Kellersanierung sowie statische Sicherungsmaßnahmen.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2015-2018
KOSTEN: ca. 1.200.000 EUR

Stadtvilla von 1870 in Lemgo

Stadtvilla von 1870 in Lemgo / KfW 85-Haus

Die Stadtvilla besteht aus einem 40 cm starken Backsteinmauerwerk, beidseitig verputzt. Zur wärmetechnischen Verbesserung wurde eine 8 cm starke Innendämmung mit mineralischen Bauplatten und Zellulosedämmstoffen eingebaut. Die Dachkonstruktion wurde statisch verstärkt und mit einer 26 cm starken Zelluloseeinblasdämmung wärmetechnisch ertüchtigt. Der Fachwerkanbau im EG wurde wieder freigelegt und saniert.

Die vorhandenen historischen Fenster waren 1-fach verglast mit einem U-Wert von 5,0 W/m²K. Diese wurden mit einer Energievorsatzscheibe versehen. Die Fenster aus dem Jahr 1984 waren marode und wurden als Holzfenster nach dem historischen Vorbild mit innenliegenden Scharnieren ersetzt.

Die original Bauteile (Fenster, Innentüren, Treppenanlagen und Holzdielenböden) wurden in Rücksprache mit dem westfälischen Amt für Denkmalspflege aufgearbeitet und instandgesetzt.

Als Heizungsanlage wurde eine Übergabestation, für die Nutzung von Fernwärme der Stadtwerke Lemgo, genutzt.

Das Gebäude ist heute ein Wohn- und Geschäftshaus.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2011-2012
KOSTEN: ca. 450.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
Fassadenprogramm - Stadt Lemgo
KfW Energieeffizienz - Haus 85 (Tilgungszuschuss)

Wohn- und Geschäftshaus von 1914 in Lemgo

 

Das Stadthaus wurde im Jahr 1914 errichtet. Dieses Haus besteht aus Bruchsteinmauerwerk und Fachwerkgiebeln.

2003 wurde das Haus komplett wärme- und bautechnisch saniert. Dazu gehörte die Sanierung der original Treppenanlage, original Holztüren und Holz-Sprossenfenster, des Dielenfußbodens, des Terrazzo-Fußbodens im Flur und im Verandabereich.

Die 1-fach verglasten Sprossen - Eichenfenster aus dem Jahr 1914 wurden im EG mit einer Energievorsatzscheibe versehen und im OG als Kastenfenster umfunktioniert.

Die Westfassade des Gebäudes hatte im Bestand eine Innenschale mit Luftraum, der im Zuge der Sanierung verfüllt wurde. Die Ostfassade erhielt eine Innendämmung mit einer Wandtemperierung in einer Lehmschicht. Einbau einer Gas- Brennwertheizung mit thermischer Solaranlage zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung.

Das Gebäude wird heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzt.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2003
KOSTEN: ca. 280.000 EUR
FÖRDERUNGEN: KfW – CO² Gebäudesanierung FÖRST Stadtwerke Lemgo

KIRCHEN / BURGEN

St. Nicolaikirche in Lemgo

Die Nicolaikirche des späten 12. Jahrhunderts, mit deren Bau in den ersten Jahrzehnten nach der Stadtgründung (also etwa um 1185) begonnen wurde, war eine mittelgroße dreischiffige Basilika mit wenig ausladendem Querschiff und einem gerade geschlossenen Chor, der von zwei Halbkreisapsiden an den Querhaus-Ostwänden begleitet wurde. Über dem westlichen Joch sollte sich ein gewaltiger Turmbau erheben. Doch noch ehe man die Kämpferzone der Mittelschiffsgewölbe erreicht hatte, änderte man den Plan und errichtete über den Westjochen der schmalen Schiffe die bestehende schlanke Doppelturmfassade.

Die von unserem Büro erbrachten Leistungen erstreckten sich über: Bestandsaufnahme, Betreuung von archäologischen Ausgrabungen und deren Auswertung in Zusammenarbeit mit dem LWL, Schadenanalyse, Materialunter- suchungen, Sanierungskonzept und Kostenverfolgung für die Gesamtmaß- nahmen, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung. Über die Bau- und Entstehungs- geschichte handelte meine Dissertation an der Universität Weimar.

Folgende denkmalpflegerischen- und baukonstruktiven Sanierungsarbeiten war erforderlich: Fundamentunterfangung der Kirchtürme (mit Presspfählen), statische Verstärkung der Dachstühle und Einbau von Zugankern, statische Verpreß- und Verankerungsarbeiten an Fassaden, Gewölben und Innenstützen, Steinmetzarbeiten, Putz- und Malerarbeiten, Sicherung von Putz- und Farbresten aus dem 13. Jahrhundert.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2006-2009
KOSTEN: ca. 3,7 Mio. EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
Lippische Landeskirche
Stiftung KIBA
Oetker Stiftung
Private Spender

Burg Sparrenberg in Bielefeld

Geschichte:

1240-1250 durch Graf Ludwig, Sohn des Grafen Hermann von Ravensberg und Gründer der Stadt Bielefeld erbaut.

1775 erlaubte Friedrich II der Große, die äußeren Mauern (Verblendschale) der Burg abzutragen. Die Steine fanden beim Bau der neuen Kaserne (55 er Kaserne) Verwendung.

1952-1997 wurde ein Teil der Burganlage wieder aufgebaut und eine Vorsatzschale vor die Bastionsmauern gesetzt.

Bauaufnahme und Bauuntersuchungen:

Die noch vorhandenen Unterlagen gaben keinen verwendbaren Aufschluss über: den genauen Wandaufbau, die Verbindung bzw. Verankerung der Vorsatzschale mit der Hintermauerung, die Entwässerung des anfallenden Niederschlagswassers der gesamten Burganlage, Art und Form der vorhandenen Begrünung an der Hintermauerung, Mörtelzusammensetzungen und deren Eigenschaften, Rissbildungen und deren Verhalten. Es wurden Mörtelproben entnommen und untersucht und Fundamentschürfungen vorgenommen.

2005 Erstellung eines Sanierungsgutachten

KOSTENSCHÄTZUNG: ca. 12 Mio. EUR


Sanierungsperioden

Die erste Dringlichkeitsstufe der Sanierung bezieht sich auf die komplette Entwässerungslösung des Burggeländes, die Sanierung des 1. + 2. Bauabschnittes, die Sanierung der weiteren Bastionsrondell und - mauern erfolgt in mittel- und langfristigen Bauperioden.

Sanierungskonzept und Maßnahmen

Die vorhandenen Fundamente müssen kontrolliert und gefestigt oder erneuert werden, hier fehlt z.T. die komplette Verfugung.

Vorhandene Risse im Natursteinmauerwerk müssen vernadelt und gefestigt werden. Die Verblendschale muss in regelmäßigen Abständen mit der Hintermauerung verankert und neu verfugt werden.

Am Fußpunkt der Verblendschale müssen Entwässerungsöffnungen eingebaut werden und deren Funktion gewährleistet sein, damit anfallendes Niederschlags- und Sickerwasser kontrolliert aus der Wandkonstruktion abfließen kann.

Der Mauerkronenabschluss muss gereinigt, erneuert und befestigt werden. Die Fuge zwischen der Hintermauerung und der Verblendschale muss geschlossen werden.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2004-2012 (1.- 3. Bauabschnitt)

Kilianskirche in Bad Salzuflen

Bei der neugotischen Kilianskirche in Schötmar handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche, die im Jahr 1854 fertig gestellt wurde.

Zu diesem außergewöhnlichen Bauvorhaben gehörte:

  • eine fundierte Schadensanalyse
  • ein abgestimmtes Restaurierungskonzept
  • die Außensanierung
  • die Sanierung des Innenraumes

Die Außensanierung umfasste die Dachflächensanierung aus Höxteraner Sandsteinplatten mit Einbau von Ausstiegsgauben, die Sanierung der bleiverglasten Fenster, Natursteinmauerwerksanierung wie Rissvernadelungen und Verpressarbeiten, Überarbeitung der Schalluken - Holzlamellenfenster sowie Taubenabwehrmaßnahmen. Die Innenraumsanierung beinhaltete Innenputzarbeiten, Malerarbeiten, statische Verstärkung der Dachstühle, Entfernung der alten Dämmung und Einbau von Lehm- und Faserdämmplatten.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2001-2003
KOSTEN: ca. 325.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
Lippische Landeskirche
SANIERUNGSZEITRAUM: 2011-2012
KOSTEN: ca. 450.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
Fassadenprogramm - Stadt Lemgo
KfW Energieeffizienz - Haus 85 (Tilgungszuschuss)

Kirche Bergkirchen in Bad Salzuflen

1. Bauabschnitt:

Sanierung des 1901 erbauten Bruchsteinturmes der Kirche in Bergkirchen. Hier wurden aufwendige Vernadelungs- und Verankerungsarbeiten von starken Rissbildungen durchgeführt. Des Weiteren wurden alle Fenster und Türen bau- und oberflächentechnisch saniert.

Der Kirchturm erhielt eine neue Schieferplatteneindeckung incl. aller Anschlüsse aus Kupferblech. Das Kreuz der Kirche in Bergkirchen wurde saniert und neu vergoldet.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2003-2004


2. Bauabschnitt:

Das Kirchenschiff besteht aus einer Fachwerkkonstruktion mit verputzten Ausfachungen.

Die dringend erforderliche statische Sicherung des historischen Dachstuhls des Kirchenschiffes wurde incl. Erneuerung der Wärmedämmung durch geeignete Baustoffe durchgeführt.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2005
KOSTEN: ca. 315.000 EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung - Land NRW
Lippische Landeskirche

VERSCHIEDENES

Wasserschloss in Blomberg

Wasserschloss aus dem 14. Jahrhundert. 1565 wurde der ursprüngliche Meierhof durch Anlage eines Wassergrabens mit Zugbrücke und Umfassungsmauern mit Schießscharten und vier Wehrtürmen zu einem Wasserschloss umgewandelt. Von den ursprünglichen vier Wehrtürmen ist noch einer im Torgebäude vorhanden.

Das heutige zweigeschossige Herrenhaus mit Mansardendach wurde 1755 errichtet. Das Torgebäude mit Tordurchfahrt und Steinbrücke wurde 1774 in Bruchsteinmauerwerk- und Fachwerkkonstruktion errichtet. 1790 wurde die Gesamtanlage durch das Gärtnerhaus als Fachwerkhaus komplettiert.

Ziel ist es die Gesamtanlage als Baudenkmal behutsam bau- und wärmetechnisch zu sanieren und deren Nutzung zu optimieren.

Im Obergeschoss des Herrenhauses befindet sich das sogenannte Tapetenzimmer. Die erhaltene Grissaille-Tapete „Venezianische Szenen“ stammt von einem französischen Hersteller aus dem Jahr 1810. Die Tapete gibt es in Deutschland noch einmal im Haus „Friedrichshütte“ in Laubach und elfmal in verschiedenen Bundesstaaten der USA.

Zur Zeit werden die Gebäude zu Wohnzwecken genutzt. Die Anlage soll als Künstlerdorf umgenutzt werden.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2012-2013
KOSTEN: ca. 2 Mio EUR
FÖRDERUNGEN: Denkmalförderung – Land NRW

Archäo Welle im Welle-Haus in Bielefeld/Altstadt

Die archäologische Grabungsstätte befindet sich in der südlichen Altstadt von Bielefeld, im Grenzbereich von mittelalterlicher Neustadt und vorstädtischer Siedlung. Das Bodendenkmal wurde in den Neubau des „Welle-Hauses“ als Teilmuseum integriert.

Das Anfang 2004 eröffnete Bodendenkmal „ARCHÄO WELLE“ repräsentiert in einem Grabungsschnitt über eine abgeschlossene Zeitspanne von der Stadtgründung im Jahre 1214 bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg 1944 die Stadtgeschichte der Stadt Bielefeld.

Die Flächen zwischen den neuen Betonmauern sind mit einer begehbaren diffusionsoffenen Schicht (Stampflehm) abgedichtet worden. Bei den Mauern handelt es sich um Bruchsteinmauerwerk aus grob zurecht geschlagenen, unregelmäßigen Muschelkalksandsteinen. Neue bzw. ergänzte Mauern sind nach dem historischen Befund erstellt worden, die Steine sind alle aus der Originalfundstelle gewonnen worden.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2003-2004
KOSTEN: ca. 320.000 EUR (ohne Ausgrabungen)
ZUSAMMENARBEIT: Archäologisches Museum - Landesverband OWL

Altes Lenkwerk in Bielefeld / Nutzungsänderung Fachhochschule ö. V.

Die denkmalgeschützten Gebäude sollen als Fachhochschule für öffetnliche Verwaltung umgenutzt werden. Hier erfolgt eine Komplettsanierung vom KG-DG über 7.500 qm. Die Schadenskartierung, Restaurierungskonzept, statische Sicherungsmaßnahmen und Komplettsanierung wurden ausgeführt.

SANIERUNGSZEITRAUM: 2015-2016
KOSTEN: ca. 3.000.000 EUR